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Sonntag, 23. Mai 2010

Zum Bittgang 2010 nach Thalkirchen


Einleitung:

Anschließend an unseren jährlichen Bittgang nach St. Maria Thalkirchen haben wir uns nun in der Pfarrkirche versammelt, zum Endziel unseres Bittganges. Wir haben um die Fürsprache der Mutter Gottes gebetet und nun wollen wir gemeinsam die heilige Messe feiern. Ich danke Herrn Pfarrer Weiger, der Messnerin und vor allem Ihnen allen, die diesen Bittgang mitgemacht haben und in der Vorbereitung mitgeholfen haben. Wallfahrten und Bittgänge gehören zu unserer christlichen Tradition, sie können uns helfen seelisch, körperlich und geistig fit zu bleiben und mit Gott und der Natur verbunden zu leben. Gott, der uns kennt und mit uns Menschen gelebt hat und jetzt hier gegenwärtig ist rufen wir im Kyrie

Predigt

Das heutige Evangelium berichtet über die dritte Erscheinung Jesu bei seinen Jüngern, nach dem er von den Toten auferstanden war. Dieses Mal bereitet er ein Mahl für seine Jünger mit gegrilltem Fisch und Brot, was seine Jünger gerne essen. Dadurch wollte Jesus ihnen zeigen, dass er wirklich lebt. Mit anderen Worten möchte der Evangelist durch diesen Bericht überzeugend verkünden, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Die Osterbotschaft der Auferstehung und des lebendigen Jesus wird durch alle Erscheinungsgeschichten proklamiert. Es ist bemerkenswert, dass in der Emmausgeschichte sowie im Evangeliumsabschnitt von heute das Brotbrechen eine wichtige Rolle für die Erkennung der Jünger spielt, dass Jesus lebt. D.h. die Eucharistiefeier wird im Frühchristentum wie heute als wichtiges Ereignis für die Erkennung Jesus, den Auferstandenen, vorausgesetzt und alle die durch die Teilnahme an der Eucharistie den Herrn zu erfahren versuchen, werden mit ihm verbunden leben.
Wenn wir heute solche Abschnitte aus der Bibel hören und interpretieren, dürfen wir uns fragen, ob diese Lehre zu unseren Erfahrungen und Überzeugungen passen. Mit den Bittgängern und Kirchenbesuchern brauche ich nicht viel darüber diskutieren, weil sie sonst nicht kommen würden um Gott und Gottesbotschaft in den Gottesdiensten zu finden. Aber die Kirche ist missionarisch. Kirche war früher ein kleines Volk. Durch die missionarischen Tätigkeiten der Apostel und vieler Gläubigen wurde der Glaube weltweit verbreitet und dient vielen Menschen als wertvollen Halt. Falls heute viele Menschen von der Kirche fern bleiben oder sich entfernen, dürfen wir die Aufgaben der Apostel und der ersten Jünger Jesu wahr nehmen und versuchen zu verkünden, was wir gesehen und erfahren haben. Den auferstandenen Herrn im Brotbrechen in der Feier der Eucharistie. Wir schöpfen unsere Kraft aus dem Glauben und aus der Feier des Brotbrechens, sie befähigen uns für unseren Glauben an Gott und an Christus und der Kirche einzutreten und als gläubige Christen die Botschaft der Liebe Gottes zu uns Menschen weiter zu geben.
Im Glaubensbekenntnis beten wir, dass wir an die heilige Kirche glauben. Gleichzeitig haben wir die Worte der Kirchenväter und des Papstes Benedikt XVI. gehört, dass wir eine Kirche der Sünder sind. Die heilige Kirche als Kirche der Sünder zu verstehen und zu akzeptieren und der gelittene, gestorbene und auferstandene Jesus als der Herr der Kirche zu akzeptieren ist das Paradox des katholischen Glaubens. Wir leben mit diesem Paradox. Wir glauben aber an das Wirken des heiligen Geistes, das uns erleuchtet und befähigt den Zeitgeist zu erkennen und den Glauben mutig zu bezeugen. Amen

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